Dramatische Katzenrettung

Dramatische Katzenrettung und Selbstversuch

Letztes Jahr um Fasching verschwand unsere Mimi. Es folgte eine Woche Regen und Schnee. Wir haben uns dann doch noch einmal auf die Suche gemacht, sind den Park abgegangen und haben gerufen. Dann ein Miauen.. Das schlotternde Tier saß in ca. 16 m Höhe auf einer Tanne. Unmöglich für einen Laien hinaufzuklettern, denn die Zweige fingen erst in ca. 10 m Höhe an.  Versuche, ihn mit Tennisbällen abzuschießen (blöde Idee !?!) oder mit Futter zu locken, dass er auf nebenstehenden Baum springt, auf dem sichs leichter runterklettern läßt, scheiterten. „Dramatische Katzenrettung“ weiterlesen

Auto-Parks und Tier-Parks

Parkplätz und Parkviecha

Mit de Vierfüassler in Gfangaschaft iss a so a Sach. Bei weitem ned olle meng den arg eischränkdn Leemsraum und des Zur-Schau-Stäin, obwohl ma eana immerhin a behäbigs Leem und tägliche Ration an Grundvasorgung obiet. In dera Gschichd, de wo se übrigens in Echd so ähnlich zuatrong hod, gähds um so Viech, und du muasd säiba rausfindn, wos füa a Art vo Viech des sei kunnd.

Da  Bimbino war aufm Weg zum Bimbo, des hoaßt, ea war a ächta Hoibstarka, der wo sei Kindheit grod zruckglassn hod.  Kaum, dass ea entwöhnt war und si vo seina Muadda obgseilt hod, machd er se auf eigene Entdeckungsreisen. Eahm is dabei aba scho boid aufganga, dass sei Revier ziemli beschränkt is, und zwar deszweng, weil ea ned in da freien Savanne, sondan in am Park glebd hod.  

Nur so, zum Zeitvertreib, stäid er si de Leid inn Weg eini. De beschwern se nadirli:  Hey, Dick- häuter, konnst du uns ned durchlassen? Der aba erwiedert: Koa Schangs ned, iss schließli mei Revier, und do konn i durchassen wen I wui. Is äh scho kloa gnuag“. Es war dort zwar so, dass in densäim Park de Leid aufm Weg bleim müassn, während de Viecha frei rumlaffa deaffan. Aba des ganze Gehege is eizeind.

 Da Direktor, da Xeng-Fang, Xaverl, sois richdn. Dea stäid an Bimbo zur Red: „Sog amoi, wia führst du nacha auf? Du blockierst olle unsane Bsuacha, und de zoin fürs Oschaung“. 

„I bin auf de Gfriesa ned so arg scharf“, sogd da Bimbo, „und wannsd me ned eisparrn dadsd, nacha kunndad i mia mei Fuada säuba zsamkratzn“.

„Jetzad dua ned so, ois obsd bei uns z kurz kammerdsd. Mia bassn dafia ganz bsundas auf eich auf, und ihr seids so sicha wia sonst nirgends. Außerdem, beim Fäidherrn Hannibal seinerzeid häddns da a Rüstung umglegt, dia an Hauffa Zeigl naufglegt und di ind Schlachd gfüad. Do warn deine Schangsen Fifty-Fifty gwen. Oiso, sei zfrien und gib a Ruah!“

„Mei, wenigstens is ma domois in da Wäidgschichd rumkemma, hod a weng a Abwechslung ghab und a gscheide Aufgab, ned so a triabsinnigs In-Dog-Nei-Dösn wia bei eich. Aba wannsd moansd, nacha vaziag i mi hoid“.

Und ea trolld se ins Gebüsch nei. Dortn triffd ea auf de Marie-Luis. Auf de spechd er scho seid a boor Monat. Aba a jäds Moi, wanna an Voaschlog machd, dass a gern zsamma wos unddanehma dad, zum Beispui zsamma bodn geh, hods an andane Ausred. Ea kimmd oiso mid seine Idän ned so rechd o; doch desmoi  moand a, miassads obeissn: „Griaß di, Marie-Luis, meng ma ned mitanand Leid tratzn? De henga doch äh bloß rum wia Voipfosdn, und dem aufblosna Xeng-Fang hob i vorhin gscheid eigschenkd mid seine blädn Sprüch vom Aufbassn, vo seina Sicherheit und seim Fifty-Fifty. Machsd mid, nacha zoangma dene amoi, wos a revoljuschan is?“

„Ach, naa“, zierd se des Madl, „weisd du, ich bin ja jetzt mid dem Greawoider Dschango, zsamma. Dea hod a imposante Trompätn-Stimm und mia ham an Mords-Gschbass beim Wuidsau-Jong. Lass oafach bleim, mid uns weads nix“.

Und wiasn dermaßn obblitzen hod lassn, schnauffd da Bimbo vaärgert und is auf Hundatachtzge. Und normalerweis, oiso in da Freiheid, daad ea se auf an weidn Weg macha, auf ins Unbekannte, auf da Suach noch am andan Gspusi. Nur in dem Wuidpark is da Weg glei z`End. Und mid da ganzn aufgstaudn Wuad im Bauch stapft ea zum Eingang, stässd as Tor auf und trott grimmig aufm Parkplotz rum. Do foid eahm auf, dass de Karossn ned a so eigsperrd san wia ea, sondan dassma do damid fahrn ko, fast soweid ma wui. Des find ea extrem ungerechd: De Wäng vom Parkplotz sand allesamd frei, während da Viecha vom Tierpark eigsparrd san. Und dann fangd a o, mid seine Zähn neizumstässn, und mit seine Füaß auf de Dächa und Motorhaum rumzum trampen. Des Blech hoid ned so vui aus, und übaoi hinddalassd a Duina und Kratzer, a boor schubsda inanand. Und ea denkd se: Auf eicha Spuizeig lassds ja nix kemma, aba unsaoans soi se schikaniern lassn. 

Auflösung: Da Bimbo war a Elefant.

Ungewöhnliche Fundstücke

Ungewöhnliche Fundstücke

Gestern kam ich mit einem Bauarbeiter ins Gespräch, der vor seinem Bau-Container haniterte. Wir zeigten beide unser Unverständnis über Leute, die ihren Problemmüll irgendwo in der Landschaft liegen lassen, besonders vor den von der Stadt aufgestellten gelben Tonnen, und besonders nachts.

Da berichtete er mir von seinem absoluten Highlight, was er in seinem roten Container vor drei Jahren gefunden hatte: Zwei gut erhaltene Pilotensitze von einer Lufthansa-Maschine. Diese wiegen ja gut und gerne über 80 Kg und sind nicht so leicht über die 2,20 m hohe Kante zu hieven.
Der Handwerker wundert sich bis heute, wie diese Dinger da hinein gelangt sein könnten. Dabei gibt es eigentlich nur eine logische Erklärung:

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Missglückte Verfolgung

Missglückte Verfolgung

Der große Tag für die Jagdhund-Prüfung in Bad Sulza (Thüringen) ist gekommen. Die Kandidaten wedeln aufgeregt mit den Schwänzen, einige können ihre Bellerei nicht zurückhalten und manche sind nur mit Müh und Not an der Leine zu halten. Dann der entscheidende Moment: Laut einer Meldung der WELT (vom 29.3.2021) sollten die Hunde diesmal auf Hasenjagd gehen. Die Leinen lösen sich und alle schnuppern und rennen eilfertig davon, der vermeintlichen Beute hinterher.

Doch, was ist das denn? Ein Beagle schert aus, als ob er die Kurve nicht kratzen könnte, und setzt sich zu zwei Damen ins Auto nach dem Motto: Wozu laufen, wenn es doch praktische Fahrzeuge gibt? Noch dazu in angenehmer weiblicher Begleitung! Die ersten paar Kilometer geht alles gut, doch dann verstehen die Damen seine Anweisungen zur korrekten Verfolgung von Hasen nicht und fahren in die entgegengesetzte Richtung. Irgendwie blöd. Aber er denkt sich: Na ja, dann schauen wir mal, was mir meine neue Herrschaft so vorsetzen wird. Doch das Glück währt nicht lange, denn dank eines GPS-Trackers kann der Hund geortet werden. Die Polizei findet das Gefährt, hält es auf und verdonnert die Damen zu einer Strafe. Sie geben zwar an, sie hätten den Beagle in ein Tierheim bringen wollen, aber das wird ihnen nicht abgenommen; der Hund wird ihnen allerdings schon abgenommen. Dieser wirkt ein wenig enttäuscht, denn ein Leben im Tierheim entspricht nicht ganz, was er sich unter einem stolzen und freien Hunde-Dasein versprochen hatte.

Wehrhafter Hirsch

Wehrhafter Hirsch

Normal ist es ja so, dass der Mensch mittels einer technischen Erfindung, die mit Schießpulver und einer Metallröhre zu tun hat, Wild jagd, welches frei in den Wäldern herumläuft. Als Trophäen kann man dann diverse Geweihe oder ausgestopfte Tiere an den Wänden von Burgen, Villas und ähnlichem bewundern.
Die SZ (vom 26.11.2020, S.10) berichtet nun von einem der extrem seltenen Fälle, wo sich das Schicksal genau andersherum ergab: Der Hirsch erbeutete das Gewehr eines Jägers und ließ es als Trophäe in seinem Geweih hängen.

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Rab, Fux und Krah

Rab, Fux und Krah – drei ungleiche Episoden

Vorwort
Olle drei wead ja fia Viecha a überdurchschnittliche Intelligenz nochgsogd. In da Natur kumma sa se normalerweise ned ins Gehege. Aba seit da Fabel vom Hesiod, de wo a jäda kennd, woaß ma, dass sa se begegnan kenna. Und de gähd a so:

A, A Rab sitzt vagnügd auf am Ast von ara Rotbuachn. Er hod a Stückerl Kas gfundn, wo am Schuibuam vo seiner Brotzeit obagflong is und aufm Pausenhof liengbliem is, und zum Zerleng brauchds Zeid und vor ollem a Ruah. Eam laafd scho as Wassa im Mund zsamma, ois a Fux auf oan vo de unddan Äst kraxeld und zum Redn ofangd, und scho iss aus mid da Ruah: „Mei, hosd du a scheens Gfieda! So wos Glänznds is ma no säidn unddakemma. Gäi, da hosd de bestimmt bei Prada eideckd. Aba wannsd aso guad singa konnsd wiasd ausschaugsd, nacha bisd da wahre God, ja da Olymp vom Woid. Gib uns doch a Prob vo deina Kunst! Du übatrumpfsd doch de Zeiserl und Nachtigoin bei weitem, oda?“
Da Rab wui se ned blamiern und stäßd a bor Krächzara aussi. Prompt foid natürli da Kas aus seim Schnobe und da Fux brauchdn bloß aufhehm und obischlinga. „I dank da schee fia dei Beilog, mei Hunga is fürs Erste gstuid“.
Und da Rab is da Gelackmeiade, weil er auf de Schmeichelei vom Fux reigfoin is.

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Vom Löwn-Kini (11)

Vom Löwn-Kini (11)

Vorwort

Da ollagresst Kini – da Kini vo de Löwen

Oschaffa! Des deans gean, de Leid. Aba des hoasd no ned zwansleifig, dass des aa wos mid regiern z doan hod. In meiner Version vo dera Gschichd erfahrsd, wos da Unterschied zu frührar is. Und ganz neembei, wiasd vom Bua zum Mo weasd, vom Maxl zum Maximilian. Oda vom Nannerl zur Anna-Maria. Wia des med dem `Upgrade ́gmoand is. Und ollem voroo kapierst wos vom Leem; wei wodrum dass wirkli gähd is ned bloß, dass ma sein Stoiz aufblaad, sein Besitz vermehrt oda sei Eitelkeit pflegt, sondan dass ma seine Talente entwickelt und sie fia sich säiba UND füa die Oigemeinheit eisetzt. Nacha kimmd nämli a wengerl mehra Gerechtigkeit ind Wäid und du nutzt dei Kraft füa wos Sinnvois.

Do steckt oiso vui mea dahinda ois ma zerschd so glaabt; und deszweng schaung ma uns de Gschichd amoi von ara ganz andan Seidn o. Es is übrigens koa Schand, dasdas mehrmois liesd, weis dermaßen kompakt is, dassd beim ersdn Moi ned oissamt midkriagsd.

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Vo de Oba-Nieda-landerischen Dorfmusikanten

Vo de Oba-Nieda-Voada-Hindda-landlerischen Dorf-M U S I K A N T E N
oder: De Open-Air-EHKG

Da Gockel hod si mächtig gfoachdn in seim Stoi. Olle Henna vom Hof hams gschnappd, gruppfd und ind Suppnschüssl vafrachd, wos eana boid z hoaß woan is. Des hams zwar nimma gschpüad, wei ma eana zuvor scho de Kepf abghackd hod, aba da Gockel hods grocha; und ea denkt se: Ez muas i mi ins letzte Loch vakriacha, sunst dawischns me aa no. Wos eam am meisdn ogstunka hod, war aba, weil ea auf de Weis nimma midkriagd hod, wos si draußd oiss so rüad. Wo ea doch gern an Obagschafdl gspuid hod. Und gean ogschafd hoda aa, und außadem hod ea gmoand, wann in da Fruah ned krahd, dann gähd d´Sunn gor ned auf. Auf oamoi dauchd neba eam a Katz auf. „Harrgod, hosd du mi daschreckd“ fahrds ausm Gockel naus, „häddsd doch leiddn kenna“! „I hob ja ned ahna kenna, dass do no ebban drin is, weis so stad worn is, nachdem s olle Hendln vadruckd hom“, antwort de Katz, „aba brauchsd koa Angst vor mir ned ham, weil mir de Häifdn Zähn fäin. Jetzat woin mi de Leid glei los wern, weil i nix mea daug zum Meisfanga. Du, vahindada Grschroahois, da kummd mia grod a guade Idä:

Mia macha uns gschwind ausm Staub, denn des merkd koana, weis drinnad sowieso alle grod eanan Rausch ausschlaffa“.

„Aba i ghea doch hierher“ meckert da Gockel.

„Ach wos, vagiss deine Hendln“. Und schnurstracks macha se de zwoa davo, schleicha aussi, am Misthauffa vorbei, undda da Bruckn durch und am Boch entlang. Da gähd dem Gockel schnäi d Lufd aus, weil ea des rumsträuna ned gwohnd ist, und bei da näxdn Bank sogd a: „I brauchad a kurze Rast, weil i mim Schnaufa nimma midkimm.“Kaum hogga de zwoa zsamma, frogd da Gockel neigierig: „Sog amoi, wia isn des kemma mit deine Zähn?“ „Oh mei, des is a bläde Gschichd“, moand de Katz, „du kennst doch de Oachkatzln, gäi?“ „Ja freili“, sogd da Gockel, „de ham uns gean mid Nüss vo ohm zuagschütt und ham se amüsiert, wenn ma nacha grantig worn san.“

„Ja, ez bass obachd. Bei mia hamsase aa amüsiert. I hoaß doch genauso Katz wia de Oachkatzln, und do hob i mia denkd, des miassad bei mir genauso funktioniern, wenn ma vo oam Ast aufn andan umispringt, wei des olle Katzn drauf hom soiddadn. Hod aba ned. I bin ausgrudschd und aufs Mei gfoin, und do hods ma de voadan Zähn ausgschlong. Und do hamse de Oachkatzln erschd amüsiert. Ja, guad, a weng varengd hob i mi aa, aba des hod si wieda geem.“

„Au weia,“ sogd da Gockel, „ned oiss wos ähnlich klingt is gleich. Bei mir zum Beispui: I bin da stoize Gockel und staand gern auf am Sockel“.

`A so a Ogeber´, denkdse de Katz. Aba si sogd: „I hob nochgschauggd, wia de Psycho-Leid bei mir song: Selbstsabotage. Und des bei meiner oid-ehrwürdigen Ahnenreihe, de bis ins Johr 3956 nochm Katznkalenda zruckreichd. So a Schand aba aa!!“ „A wos“, sogd da Gockel, „Vagiss dei Ahnenreihe. Do konnsd ned obabeißn davo. Außadem kemma meinatweng scho weidalaffa. Mia san a richtige KG“.

Nach fünf Minutn issam Gockel aba z schwar worn. „I bin doch as Laffa ned gwohnd!“ „Mei, na vagiss dein Sockel und hock de hoid bei mir auffi“, sogd de Katz, „bisd eh scho obgmogert bis auf de Rippn. Sovui pack i schono. Aba sog o, warum san mia a KG, a Kommanditgsäischafd?

“Am Gockl hod as Leem wieda gfreid, und ea antwort: „Des hoassd doch nur Katz und Gockel“. Dabei is eam aufgfoin, dass de Sunn ohne eam aufganga is. Des deaf doch ned wohr sei, denkd a se. Und fangd aufm Buckl vo da Katz as Krahn o. De wiederum miaud aus voim Hois dazua, weis mitnand mehra Spaß machd.

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Hoizfuxad

Oda: De Revolution vo undd
De Gschichd spuid vo früha, in der Zeid, wo si da Mensch no ned übaroi ausbreid hod, und de Landschafd zuabetonniert und -asphaltiert hod, oda monokultiviert, oda ausm Woid an Forst gmachd hod. Und heitigndogs kunndad da „homo sapiens“ an ganzn Hauffa draus lerna.

1) Aus der tz vom 23./24. 11.2019, S. 24; Interview mit Masuffa Elsberg sunna

De großn Viecha vom Hoiz warn sauba zastriddn, und se hamses Leem schwar gmachd mid eanane Bissigkeidn. Und zwar scho alloa deszweng, wei ma eana eitrichtert hod, dass a Konkurrenz was gsunds is und äh nur da Stärkare übalebd. „Ja mei“, hamsa se tröst, „des song de Leid, und de buiddn se mächtig wos ei auf ihran Grips“. Oiso, jednfois ham des de Viecha de Leid oafach obkaffd: „Wead scho wos dro sei“, ham sa se denkd, „nacha konkurrierma hoid. Wanns as Gschäffd belebd..“ Und dann hamsa se eana Revier streitig gemachd, regelmäßig beim Nachbarn greibart und koan Schlof ned ghabd, wei ma hod ja Dog und Nachd drauf rechnen miassn, dass si da anda wieda rumtreibd. So sans ziemlli grantig an ganzen Dog rumgstreinert.

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