Querul-und andane Antn

Q,   Querul- und andane Antn

Mia noch! Und schee hintaranand, und im Abstand vo genau 12 Zantimeta! ordnet de Antenmuadda o. 
A so hod ses vo ihrahna Muadda glernd, wann ma gscheid daucha und schwimma leana wui. A jäds Junge, wos se ned dro hoid, wead sofort zrechd gwiesn und zupfd.
Noch vier Wocha fangan aba wäiche o, dass nebaranand schwimma, und andane ham nua 6 Zantimeta Abstand.

Ja, wos  foid eich denn ei, kennds iah ned in da Reih bleim? schimpfd de Oide.

Konn i scho, erwiedert oans vo de Junga, aba mia machds meahra Gspaß, wann i nebam Bruada schwimm, wei nacha brauch ma uns ned oiwei drum streitn, wer zerschd kimmd.

Und de Oide zwick de Junga in de Seitnfedan, wei ses so glernd hod, boi ebban ned foigd.

De nächsde schwimmd im Abstand vo nur 6 Zantimedda. Und wiede schimpfd de Oide: Konnst du di ned an meine Regeln hoiddn, 12 Zantimedda hamma gsogd!

Des woas i scho, aba mid 6 Zantimedda bin i im Wassaschattn, und dann gähds Vorokumma vui leichda.

Und de Oide zwick des Junge in de Seitnfedan, wei ses so glernd hod, boi ebban ned foigd.

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Sinnlose Streitereien

Sinnlose Streitereien – aba vielleichd wead a Schuah draus


Da junge Esel streit mid am Woif, wer Recht hod. Si ham se richtig in d Woi kriegt. Es gähd  do drum, wos füra Farb de Pferdl- Wiesn hod. Da Woif sogd, de Wiesn waar grea. Da Esel sogd, sie waar mehra roud. 
„Du Ollawäidsoafachpinsel“, regd se da Woif auf, „des siegd ma doch mid oam oanzign Aug, dass des oissamd grea is“.
„Naa, naa, i sog dazua roud, weis vo Innen raus so kräftig leichd“, kontert da Esel.
„Des gibds doch ned, seids ihr olle so narrisch, ihr Esel, oda bisdas nua du? Des siegd doch a Blinda, dass des grea is“!
!“Oiso fia mi is de Wiesn so roud wiara kaminroud, vielleichd a weng dunkler. Und seids ihr olle so siemgscheid, ihr Woifsbande, oda bisd des nua du?“
„Des waar ja no scheena, wann jetzad a jäda oafache Idiot de Farbn nennd wias eahm grod in Sinn kimmd“, ereifert si da Woif.
„I lass ma doch ned vo am jädn daherglaffana Rumstreicher vorschreim, wia i de Farb vo so oana Wiesn nenna deaf, glaubs das aa“! schnaubd da Esel.

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Hungrig einkaufen

Hungrig einkaufen gehen

Es war ein Samstag vor Ostern, und ich hatte eine Vereinbarung in Fürstenfelsdbruck, wo ich einem jungen Paar über Mittag geholfen hatte, ihr Hochbeet einzurichten. Hinzu gab es einen strammen Gegenwind mit Sturmböen, der mir allerhand Kraft abverlangte, da ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Und der junge Vater beanspruchte meine Dienste schließlich auch, um seinen Sperrmüll loszuwerden.

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Frau fordert maskenfreies Konzert!


An Silvester 2022 war  in Heilig Geist die Hölle los(!!), als ich am Abend den Einlass, Kartenverkauf  und Kartenkontrolle für ein Konzert  in der Münchner Innenstadt-Kirche bewerkstelligte. Mein Bruder hat mich mit damit beauftragt, weil er zusammen mit einem Trompeter das Sylvesterkonzert veranstaltet hatte.
Es war ausverkauft, d.h. gut 450 Leute drängten sich in die schöne Barockkirche. Mehr als erwartet. Und dann sind mir die Karten ausgegangen und sogar am Ende auch die Konzertprogramme.
Mir blieb demnach nichts anderes mehr übrig als die Leute ohne irgendetwas in der Hand einzulassen. Sie nahmen es sportlich und waren zufrieden, überhaupt einen Sitzplatz zu ergattern. Ich meine, schließlich klebt ja der Geist nicht an so Kleinigkeiten wie an irdischen Tickets.

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Covid und andane Schrecken

CoVid und andere Schrecken

D A   S C H R E C K N

 Olle Viecha vo dera Wäid kummand olle bor Johr zsamma, wia ma spätestns vom „Festival der Tiere“ woaß (Saint-Saens). So ums Johr 2000 hammsa se troffa: „Uns stähd as riesigs Unglück bevor. Unsa scheene, reiche, wunderbare Wäid wead zuram Schmoispur-Schrumpfplanet, wanna ned glei zuara Wüstn wead“, vakündn de Zugvegl, de wo am meistn in da Wäid rumkumma. „De Valuste, vo unsaoam und de Gwachser zsammagrechned, belaafa se boid auf oa Million. Oa Million vo de Spezies san boid weg – und zwar füa imma. Unsare gesamte Existenz stähd aufm Spui! Ganz bsundas de Spezialistn, oiso de, wo an eigna, füa si zuagschnittna Raum brauchand.“
Do daschreckan de andan und frong weida: „Ja warum und wiaso, wos isn bassierd?“
„Warum? Wos hammsn desmoi in da Reißn?“ frong de Insektn
A Storch deit mim Kopf noch undd, noch ohm, rechts und links: „Schaugds eich doch um! D’Leid.“

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De Weihnachtsgans

De Weihnachtsgans

Oder: To be or not to be, that is the question

Zmoi hamse as Christkindl und da Nikolaus troffa. Beschwerd si as Christkindl: „Des is fei scho fad, wann ma ausgrechend an Weihnachten Geburtsdog hod. Do hod ma übahaupds nix vo seim Ehrendog, weis olle andan aa irgand weiche Geschenke kriang. Und i bin dopped gstrafd, wei i koa oanzigs vo meine Präsente bhoidn deaf, sundan olles an irgandwäiche Schrazn obgem muass. A echda Bschiss is des, des konnada song!“
„Ja mei, wenigstens brauchst an Weihnachten ned aa no arwan, wia da Santa Klausi, mei Schwoger“, sogd da Nikolaus, „dea langweild se as ganze Johr, liegt quasi auf da faulen Haud, und deaf se an oam oanzign Dog zreissn, dassa oissamd zuawe bringd. Und nacha stimma a Haufa Adressn ned, wei d Leid umzong san nadirli ohne dass eahna neiche Adress ogeem. Und a ganza Hauffa is quasi in unsane Ruheabteilung übatretn. Do hod si as Zuastäin aa aufghäad. As näxde is, dass de Herrschafdn des Zeigl  auf da Stäi  umtauschn woin, weis vo Haus aus a so gschleckert , anspruchsvoi und hochunzfriedn san. Des hobi da vielleicht gstricha.“
Do gähd de Tür auf und de Weihnachtsgans steckd an Kopf eini und sogt ganz atemlos: „Eichane Probleme mächad i gern hom“, und saust dav o dass de Fedan fliang . .  . 

Gottes (Un-?) Vollkommenheit

Über Gottes Vollkommenheit -oder: Leben wir in der besten oder der schlechtesten aller Welten?
Es sind immer wieder Geschichten im Umlauf, welche sich über die Befindlichkeiten von Gott Gedanken machen, z.B. ob er vollkommen ist. Dieser Ansatz erscheint mir ziemlich problematisch und zwar aus zwei Gründen:

1️⃣ Als Mensch von den Eigenheiten Gottes zu reden ist ziemlich vermessen, da es uns als beschränkten und offensichtlich nicht sehr weit fortgeschrittenen Wesen gar nicht zusteht, über einen allumfassenden Geist etwas zu formulieren. Jegliches Denken und Reden von Gott geschieht innerhalb unserer eigenen Begrenzungen, und jegliches Formulieren geht an der Sache vorbei, weil ja Gott auch das Unnennbare umfasst, das nur Gefühlte, das rein Existenzielle. Eine „Vollkommenheit“ wäre nur gedacht. Das wäre genauso, wie wenn sich ein Hund darüber Gedanken machen würde, was man so als Mensch empfindet. Das muss schief gehen. Von Gott kann man also nicht sagen, ob er vollkommen ist oder nicht vollkommen. Man kann nicht einmal sagen, mit welchem Wesen genau man zu tun hat. Oder kann mir da jemand seine Gestalt beschreiben? Man nur sagen: ER oder ES oder SIE      IST  .  .  . Punkt. Und ich kann es/ihn/sie nur insoweit erkennen als ich mich erkenne und wahrnehme und zu fühlen imstande bin .Das ist alles. Man kann bestenfalls annehmen, dass es dieses Wesen prinzipiell gut mit uns meint, insofern wir es als unseren Schöpfer und Baumeister definieren, der sich in und mit uns verwirklichen will.

2️⃣ Wenn wir relevante Aussagen aus der Bibel strapazieren wollen, so finden wir eine Aussage von Jesus, die recht eindeutig ist: „Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist!“ Aha, wir sind im Konkreten noch nicht ganz, nicht vollkommen, sondern erst auf dem Weg dorthin. Oder um es im Sinn diverser Geschichten zu formulieren: Gott hat zwar die Vollkommenheit in uns angelegt, jedoch sind wir aufgefordert, diese Vollkommenheit erst selber  zu entdecken und uns ihrer zu erinnern, und dann in Freiwilligkeit zu leben. Die Vollkommenheit müssen wir uns in dem Sinn erarbeiten, die wurde uns nicht einfach so geschenkt. Freiwilligkeit bedeutet, wir können uns vorübergehend auch für die Beschränktheit entscheiden. Auf die Welt bezogen bedeutet das, wir sind sozusagen Co-Schöpfer, und wir dürfen ein wenig Gott spielen und selber kreativ werden und etwas schaffen, etwas erfinden, etwas produzieren und neu zusammensetzen. Das ist auch Arbeit.

3️⃣ Philosophisch lässt sich das Problem so umschreiben: Leben wir in der besten aller möglichen und denkbaren Welten, wie es z.B. Leibnitz sieht?

Dazu ein eigener Beitrag

De schiache Antn

De schiache Antn

Oda: Des hädd ma se ned draama lassn

Oda: Echde und gscheiterte Identitätn

De Antn-Muadda schaugd wähmüadig an Sää aussi, wo de neigschlupfdn Junga rumplantschn. Sie sand mid eahnam Vadda unterwegs und wuseln beschützt und arglos im Wassa umanand.  Nur de Oide muass zruck bleim, wei oans vo de Oa, as gressde nadirli, imma no ned ausbriad is. Da konnsd doch hischaung wosd wuisd, übaroi gibts wäiche de z’schbad kemmand. Vermutlich is des a Naturgesetz. Mir stinkda bloß, dass jetzad ausgrechned mi dawischd hod mid so am Nochzügla. I moan, ma konn se wochalang ned gscheid rührn und wead steiff, dass olle Gelenke krachand, und oana moand, ea miassad si bsundas lang Zeid lassn. Und des, obwoi is extra drauf oglegd hob, dass olle gleichzeitig schlupfa. As Leem is scho ofd a Blog.
Do watscheld ihra Muadda vorbei und sogd: „Geh zua, mach Plotz, gönn dir a Auszeid und lass mi moi drauf.“
So a Auszeit waar scho überfällig, denkd se de Antn, und suachd an Familienanschluss im Wassa. Doch scho stürzt a Storch vo ohm runter. Er hods auf oans vo de Junga obgseng. Mit Müah kennan de Äitern ihre Junga vateidign. Nur oans bleibd auf da Streckn. Nix wars mid da Auszeid! No ja, oan hob i ja no in petto, quasi ois Ersatz´, denkd se de Antn, watschelt zruck zum Nest und wechsld se mid da Oma im Briadn ob.

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Tiger und Stuumtiger

Tiger und Stuumtiger oder:

Glück und Unglück lieng vaflixt nah beinand.

Oder: Verschiednerlei Anschläge und warum se fast oiss uman voin Mong drahd.

Mimis rauhe Jugendzeit

Wias da Deifi wui is de kloa Mimi zum Raucher-Roland kemma, des hoaßt, er hod sie ois letzte von am Wurf übanomma. Seine Freind ham eam nua Landi ghoassn. Da Landi is an jädn Dog seiner Arbat nochganga und lassd sei Katzl ganz alloa in da Wohnung zruck. Grod dassa ihra a Fuada histäid, aba des kimmd aus da Dosn und fangd nocha Stuckara fünf Stund as stinga o. 
De Mimi war aba aa stinksaua, weis ihrane Briada nimma seng deaffa hod  und weisase ordentli glanggweild hod. Am Omd zündt er si gern sei Zigarettn o und qualmt damid sei Bude voi. Zmoi frogd er de Mimi: „Na, wia war dei Dog? Wos is im Busch? Wos gib’s Neichs?“
„Saubläde Frog,“ moand sie grantig, „du sparrst mi an ganzn Dog ei, und zur Entspannung deaf i mia dein Ruass einiziang. Oiso woasdas, a volla Mong is ned oiss im Leem. Mid dir is a rechd grausigs Dasein.“

„Ja guad“, entgengd er mürrisch, „nacha gäh i hoid an Balkon aussi zum Raucha, obwois scho undda Nui Grod hod. Und zur Abwechslung konnsd an Fernsäh einischaung“.
So wiara aba draussd is und sein zwoaddn Lungatorpedo oschmeissd, hupfd de Mimi mid Anlauf gega de Balkontür und hengd se am Griff ei. Des hods insgeheim scho a boor Dog lang trainiert und es klappt wia am Schnüarl. Der Tür schnappt zua, da Griff kippd nach undd, de Katz foid aufn Bodn – und de Tür is varrammed. Vo außen lassd sa se nimma  aufmacha. Den hob i schee gleimd, denkd se de Mimi, hoffentlich bin i den zeitlang los.
Da Landi hod gschauggd wiara Schweibal wanns blitzd und denkd se: So a bläds Viech. De lassd mi pfeigrod draussd dafriern.
Aba noch drei Minuten foid eahm ei, dass ar a Handy in da Hosndaschn hod. Und er ruafd de Feiawaar, dass eahm obahoin. De zoang se ned grod begeistert und macha eahm Vorwürf, dassa doch an Schlüssldienst bstäin häd kenna. Und si hindalassn a saftige Rechnung wegen selbstverschuldetem Fehlalarm.
Des machsd du mia koa zwoads moi ned, übalegd da Landi, und gibt de Mimi an sein Cousin, dem Ranger-Robert weida.

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